Disaster Recovery (Notfallwiederherstellung) umfasst Planung und Maßnahmen, mit denen IT-Systeme und Daten nach einem schweren Ausfall, etwa durch Cyberangriff, Hardwaredefekt oder Brand, wiederhergestellt werden.
Bedeutung in der Praxis
Zentrale Kennzahlen sind die maximal tolerierbare Ausfallzeit (RTO) und der maximal tolerierbare Datenverlust (RPO). Dazu gehören Datensicherung, Ausweichsysteme, dokumentierte Abläufe und regelmäßige Tests. Für ein ERP-System, ohne das Aufträge, Produktion und Buchhaltung stehen, ist das besonders wichtig. Beim Hosting und SaaS wird es im SLA geregelt.
Beispiel
Nach einem Serverausfall stellt das Unternehmen das ERP-System in einem Ausweichrechenzentrum innerhalb von vier Stunden wieder her. Der Datenverlust beträgt höchstens 15 Minuten.
Abgrenzung
Ein Backup ist die Datensicherung. Disaster Recovery beschreibt den gesamten Prozess, wie Systeme mit diesen Daten wieder in Betrieb gehen.