Make-to-Order (Auftragsfertigung) bedeutet, dass erst nach Eingang eines Kundenauftrags gefertigt wird. Bei Make-to-Stock (Lagerfertigung) wird auf Lager gefertigt, auf Grundlage einer Absatzprognose.
Bedeutung in der Praxis
Die Wahl der Fertigungsstrategie bestimmt Lieferzeit, Kapitalbindung und Planung. Make-to-Stock ermöglicht kurze Lieferzeiten, birgt aber Bestandsrisiko. Make-to-Order vermeidet Bestände, verlangt aber längere Lieferzeiten. Dazwischen liegt zum Beispiel Assemble-to-Order, bei dem Baugruppen auf Lager gefertigt und nach Auftrag montiert werden. Das ERP-System und APS unterstützen die Planung.
Beispiel
Ein Hersteller von Standardventilen fertigt auf Lager und liefert am nächsten Tag. Sonderanfertigungen für Großkunden entstehen nur nach Auftrag.
Abgrenzung
Bei der Variantenfertigung geht es um die Vielfalt der Produkte. Make-to-Order und Make-to-Stock regeln, wann gefertigt wird.